Ulrike
Ungar

Lotte
Willigalla

Carsten
Keller

Ursula
Lewis

Mareike
Schneider

Silke
Müller


Ehemalige


Gastbeiträge

Buchempfehlung

Der Gesang der Flusskrebse

Delia Owens

Ein tolles Buch, dass ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil mir die Hauptperson Kya, das Buschmädchen so sehr ans Herz gewachsen ist.

Fluss
Autor
Delia Owens
Seiten
459
Verlag
Heyne Taschenbuch
Veröffentlicht
2021
€ 11,99

nach Hause liefern lassen
oder im Laden abholen.

Shop
post@buechergilde-mainz.de


Gastbeiträge

alle Empfehlungen

Owens beschreibt atmosphärisch dicht, in schmerzhaft schönen und wundervollen Naturbeobachtungen das Heranwachsen der kleinen Kya zur erwachsenen Frau:

Als letztes Kind mit drei älteren Geschwistern, lebt die Familie in ärmlichen Verhältnissen in einer Hütte ohne Strom in der Marschlandschaft von North Carolina. Der Vater, kriegsversehrter Alkoholiker tyrannisiert die Familie, schlägt die Mutter und auch alle seine Kinder.

Die wesentlich älteren Geschwister und auch die Mutter verlassen nach und nach, erklärungslos und ohne echten Abschied von Kya zu nehmen die Familie und lassen sie allein mit dem Vater zurück, bis auch er spurlos verschwindet.

Das Mädchen schlägt sich alleine durch und die Natur wird zu ihrer neuen Ersatzfamilie und spendet ihr Trost. Sie beobachtet Vögel, Gräser und Käfer. In die Schule geht sie nicht und die Leute im Dorf reden schlecht über sie, eine Außenseiterin.

Tate, ein Freund aus der Kindheit, verbringt viel Zeit mit ihr, weil er ihr das Lesen beibringt, verliebt sich in sie mit ihrer ganz besonderen, eigentümlichen Art. Durch das gelernte Lesen und Schreiben beginnt ihre Leidenschaft als Forscherin und Zeichnerin der Tier und Pflanzenwelt des Marschlandes.

Ein zweiter Mann erobert Kyas Herz, Chase, nachdem Tate sie wegen seiner wissenschaftlichen Kariere verlassen hat. Chase nimmt es mit der Treue nicht so genau, hintergeht sie.

Er wird tot auf gefunden. Das Buch beinhaltet neben der Liebesgeschichte auch einen Kriminalroman, denn Kya wird des Mordes bezichtigt, sitzt in Untersuchungshaft. Die Gerichtsverhandlung, sowie die vorhergegangenen polizeilichen Ermittlungen sind Teil der Geschichte.

Der Autorin gelingt es, lyrisch und nicht wertend über Kyas traumatische Kindheitserlebnisse wie Gewalt, Einsamkeit und Verlust in starken Bildern zu schreiben.

Durch ihre tiefe Einsamkeit und das Anders-Sein, eben nirgendwo dazu zu gehören, erwachsen trotz alledem Stärke, Stolz und Unabhängigkeit in ihr. Über allem stehend die Kraft der Natur und deren heilende Wirkung.

Es ist auch ein Lehrstück über Vorurteile. Ausgrenzung und das schnelle Vorverurteilen von Menschen wie Kya, die außerhalb der Gesellschaft leben und sich nicht anpassen.

Unbedingt lesen!!!

Gelesen von Anica Genthe


Gastbeiträge

Kommentare

Weitere Buchempfehlungen von
Gastbeiträge