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Marianengraben

Jasmin Schreiber

Mitten in der „heißen Phase“ vor Weihnachten erreichte uns ein Leseexemplar des Eichborn Verlags. Schon das Cover faszinierte mich beim Auspacken und erst der Titel, Marianengraben. Dieser tiefste Ort der Ozeane, kaum erforscht, geheimnisvoll. Ich wusste sofort, das muss ich lesen ...

Marianengraben
Autor
Jasmin Schreiber
Seiten
252
Verlag
Eichborn
Veröffentlicht
Februar 2020
€ € 20,-

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Ursula
Lewis

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Was für ein Buch, um ein neues Lese-Jahr zu beginnen! Tieftraurig und zugleich so lustig. Ein Roman über das Sterben und die Trauer. Klingt nicht verlockend? Ist aber unbedingt lesenswert!

Paula kommt seit dem Tod ihres viel jüngeren Bruders Tim vor zwei Jahren nicht mehr auf die Beine. Ihre Trauer überwältigt sie, die Erinnerungen an Tim nehmen ihr den Atem, zum Weiterleben fehlt ihr jegliche Energie. Ihr Therapeut rät ihr, das Grab des Bruders zu besuchen. Mitten in der Nacht steigt sie heimlich in den Friedhof und begegnet dort Helmut, einem 83-jährigen Mann, der die Urne seiner Ex-Ehefrau ausgräbt.

Das ist schon eine ziemlich skurrile Situation, die Jasmin Schreiber da beschreibt. Aber sie ist erst der Beginn einer genauso verrückten Reise der beiden. Einer Reise im wörtlichen und übertragenen Sinn.

Das erste Kapitel ist mit der Zahl 11000 überschrieben, der Tiefe des Marianengrabens. Dort steckt Paula fest, an ihrem tiefsten Punkt. Während der Fahrt in einem klapprigen Wohnmobil Richtung Berge begegnen wir zwei beschädigten Menschen, die allmählich lernen, sich gegenseitig eine Stütze zu werden. Und die Zahlen über den Kapiteln werden langsam kleiner.

Ein großartiges Buch, ein wunderbares Leseerlebnis, und ja, ich hatte manchmal feuchte Augen. Ein Buch für die Seele.


Ursula
Lewis

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