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Im Wasser sind wir schwerelos

Tomasz Jedrowski - Übersetzt von Brigitte Jakobeit

Eines der schönsten Momente im Buchhändlerinnen Leben ist das Entdecken neuer Bücher.

Bei mir spielt das Cover eine sehr große Rolle. Der Einband von „Im Wasser sind wir schwerelos“ von Tomasz Jedroski hat mich sofort gepackt und mitgerissen ...

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Autor
Tomasz Jedrowski - Übersetzt von Brigitte Jakobeit
Seiten
224
Verlag
Hoffmann und Campe
Veröffentlicht
März 2021
€ 23,-

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Ulrike
Ungar

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Der in Polen geborene, in Westdeutschland aufgewachsene, in Großbritannien und Paris lebende Autor schreibt von der ersten Liebe der zwei Abiturienten Ludwik und Janusz im Polen der 80er Jahre.

So sehr sich die beiden voneinander angezogen fühlen, wunderschöne Tage an einem See ( siehe Cover) verbringen, so sehr sind sie in Fragen der Lebensqualität und der Politik Polens gegensätzlicher Meinung.

Zunächst erzählt der alten Ludwik, der in New York auf sein Leben und seine erste große Liebe zurückblickt, dieses Zitat möchte ich nicht vorenthalten :

„An manchen Menschen, manchen Ereignissen verzweifelt man. Sie sind wie Guillotinen, die das Leben zweiteilen, in das Tote und das Lebendige, das Davor und Danach.“

Im Rückblick lernt man Januzs kennen, Ludwiks große Liebe. Der Autor schafft es, diese Leidenschaft der ersten großen Liebe einzufangen, aber auch die Schwierigkeiten des Erwachsenenwerdens mit all seinen moralischen Fragen. Im Polen der 80er Jahre war zwar Homosexualität nicht per Gesetz verboten, aber es war ein Tabu, wurde zu Denunziation und Erpressung genutzt; durchaus Realität, wie der Autor in einem Interview versichert.

Tomasz Jedrowski schreibt melancholisch, elegant und mit einer Empathie, die mich bis zur letzten Seite gefangen hat. Das Buch ist in Großbritannien im Jahr 2019 erschienen und vom Guardian als Buch des Jahre ausgezeichnet worden.

Ich wünsche viel Lesevergnügen!


Ulrike
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